Gärtnern auf dem Balkon

Pflanzen selbst ziehen


Wer gern sein eigenes Gemüse oder Obst ernten möchte, für den ist nun die Zeit sich mit den Möglichkeiten auf seinem Balkon, der Terrasse oder dem Garten zu beschäftigen. Da es in den Großstädten meist nur zu einem kleinen Balkon reicht, muss man sich leider auf das Wesentliche beschränken. Zuerst sollte man sich überlegen, welches Grünzeug man überhaupt mag und dann natürlich wie viel Platz es benötigt. Durch ein paar Jahre Erfahrung mit diversen Versuchen, steht für mich die Tomate ganz weit oben eben so wie Bohnen, verschiedene Salate und natürlich ganz viele Kräuter zum Aufpeppen von Speisen aber auch für den Wintervorrat meiner Teesammlung. Kürbisse, Zucchini und Gurken sollte man sich nur vornehmen, wenn man diesen auch genügend Platz bieten kann. Die ursprünglichen Pflanzen benötigen viel Freiheit für die Wurzeln aber auch zum Ausbreiten der Früchte. Da wir unsere Pflanzen ja nicht nur kaufen und einsetzen möchten, ziehen wir diese einfach mal selbst. Das ist gar nicht so aufwendig, wie man anfangs denken könnte und es ist ein ganz wunderbares Gefühl seinen eigenen gezogenen Pflanzen beim groß werden zuzusehen. Wie der 'harte Kerl' mit "Ich habe Feuer gemacht!" rufen würde, können wir Kleingärtner mit "Ich habe Tomate gemacht!" doch locker dagegen halten.

 

Was wir benötigen ist folgendes: Bio-Erde, Eierkartons, Bio-Samen, Schippchen, Gartenhandschuhe. Weshalb sollte man Bio-Erde verwenden? Bio-Erde ist im Idealfall torffrei und enthält pflanzlichen Dünger, wobei wir in diesem Fall Anzuchterde verwenden um die zarten Wurzeln nicht durch Dünger zu 'verbrennen'. Torf wird Pflanzenerde auf Grund der bodenverbessernden Eigenschaften beigemischt. Sie ist die Bodenart, die in Mooren durch das Zersetzen von Pflanzen entsteht. Dabei speichert es große Mengen an CO2 und bewahrt diese in die Atmosphäre aufzusteigen. Durch den Torfabbau wird das CO2 frei gesetzt und belastet dadurch unser Klima während wir schon durch ein klein wenig Umdenken unseren Planeten sauberer halten können. Bio-Saatgut hat den Vorteil, dass die Mutterpflanze unter Bio-Qualität also mit natürlichen Düngern und ohne Genmanipulation gezogen wurde. Wer sich ein wenig mehr damit beschäftigt, der kann alte Pflanzen finden, die heutzutage eine Rarität sind und mit anderem Aussehen und meist intensiverem Geschmack glänzen als wir es oft kennen. 

Nachdem jedes Fach mit Erde gefüllt wurde und einen Samen erhalten hat, wird dieser etwas mit Erde bedeckt und angegossen. Stelle deine Anzucht an einen warmen, sonnigen Ort und vergiss das Gießen nicht. Es gibt auch kleine Gewächshäuser, die man für die Anzucht verwenden kann, es klappt aber auch so gut.

 

Viel Spaß beim Gärtnern und Wachsen zusehen!

Eure Stephanie

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Dscheeses (Montag, 29 Februar 2016 18:24)

    Danke Stephanie, super Beitrag, so kann die Balkon-Saison starten:).