Moore - so alt & doch so verletzlich

Abbau und Schutz der Klimagiganten


Moore schützen - mycleanlife
Moore schützen - mycleanlife

 

Gärtnern, aber richtig! Mit torffreier Pflanzenerde zum Schutz unserer Moore! Was ist ein Moor und weshalb sind auch wir Verbraucher beim Schutz gefragt?

 

 


Der Frühling strahlt und läd ein zu Grillfesten im Garten und entspannten Tagen auf dem Balkon. Besonders schön wird unser Stückchen Natur, wenn es hübsch bepflanzt ist, und was benötigen wir dafür? Genau! Die richtige Pflanzenerde! In meinem ersten Beitrag im Februar bin ich bereits auf das Thema Moore eingegangen und habe es nun noch ein wenig genauer unter die Lupe genommen denn, wenn wir unseren Garten bepflanzen, sind wir mit verantwortlich, ob sich unser Klima sich ins negative wandelt oder nicht. Weshalb ist das so? Jedes Jahr aufs Neue kaufen wir Pflanzenerde, um unseren Garten mit fruchtbarem Boden neue Energie zu geben. Allerdings besteht Pflanzenerde nicht nur aus Erde, sondern zum Teil aus auch Torf, was sogar einen Anteil von 80% - 100% ausmachen kann. Dieser Torf ist es nun, um den es sich bei dem Thema Moore dreht. Torf wird nämlich durch die Trockenlegung von Mooren gewonnen, man nennt es auch das Torfstechen. Aber er wird nicht nur wegen dem hohen Anteil an organischen Substanzen abgebaut. Die dabei entstehenden Flächen werden zum Ackerbau verwendet, in Afrika oder Asien z.B. für den Anbau von Palmölpflanzen.

Die Entstehung von Moore begann bereits vor ca. 12.000 Jahren und dauert selbst mehrere tausend Jahre. Glücklicherweise sind sie oft so unzugänglich, dass ihre Erschließung erst sehr spät begann. Unglücklicherweise hat der Mensch es trotzdem geschafft, sie sich zu eigen zu machen und begann im 18. Jahrhundert mit der Trockenlegung. Daher gibt es in Deutschland nur noch einen kleinen Anteil an Mooren - etwa 1%. Aber, was  ist denn nun so besonders an Mooren? Zuerst einmal beherbergen Sie eine Vielzahl von Tieren und Pflanzen, die nur dort vorkommen oder in sehr abgelegenen Gegenden dieser Erde. Dazu zählen unter anderem Libellen, verschiedenste Käfer oder Zwergbirken, die noch Überbleibsel aus der letzten Eiszeit sind. Ein Moor macht ein hoher Wasserstand aus, durch den Pflanzenteile langsamer abgebaut als neue produziert werden. Durch diesen hohen Wasserstand wird der beim Pflanzenabbau entstehende Kohlenstoffdioxid (CO2) eingelagert und das Treibhausgas kann nicht an die übrige Umwelt abgegeben werden. Weltweit binden Moore mehr Kohlenstoffdioxid (CO2), als es die gesamten Wälder dieser Erde könnten. Damit habe sie eine klimakühlende Wirkung und wirken der Klimaerwärmung entgegen. Ein intaktes Moor bietet neben der kühlenden Eigenschaft auch Schutz vor Hochwasser, denn es kann direkt 90% Wasser eines Starkregens aufnehmen und gibt dieses erst nach und nach ab, wobei ein entwässertes Moor 70% des Regens direkt durch lässt. In Deutschland ist man sich dessen bewusst geworden und hat einen Moorschutzplan erstellt. Dabei wurden für alle Bundesländer Moorentwicklungskonzepte und die Umsetzung bis zum Jahr 2015 gefordert sowie der Schutz intakter Moore und die Reduzierung von Torfabbau. Es ist aber fraglich, ob man die Folgen des Jahrhunderte langen Abbaus in so kurzer Zeit eindämmen oder gar rückgängig machen kann - hoffen wir das Beste, denn wir benötigen Moore für unser Überleben. Aber worüber ich berichtet habe, bezieht sich nur auf Deutschland. Ein anderes Land, dass sich groß tut im Moorabbau ist Russland und konkurriert hier stark mit uns. Blicken wir ein wenig weiter über die Grenzen, zeigt sich Indonesien als ein unglaublich großer CO2 Lieferant. Die Trockenlegung der dortigen Torfmoorwälder setzt bereits jetzt 8% des weltweiten CO2 Ausstoßes frei, um zum Großteil für die Palmölindustrie genutzt zu werden. Aber was können wir denn nun aktiv in unserem täglichen Leben dafür tun? Erst einmal, können wir während der Pflanzsaison darauf achten, dass wir torffreie Erde kaufen. Dabei muss darauf geachtet werden, dass wirklich torffrei und nicht torfreduziert auf der Verpackung steht. Die Hersteller denken sich nämlich gern Marketingmöglichkeiten aus, um den Verbraucher zu täuschen. Eine Liste der torffreien Pflanzenerden findet ihr hier. Um den Moorabbau in Übersee einzudämmen, können wir aktiv Produkte kaufen, die kein oder wenig Palmöl enthalten. Zum Thema Palmöl wird es einen extra Beitrag für euch geben. Auf der Seite des Naturschutzbundes Deutschland 'NABU'   könnt ihr euch auch bezüglich Gärtnern ohne Torf informieren, der WWF klärt sehr gut über den Moorabbau in Indonesien auf und unter www.bund.net könnt ihr sehr viel über Klimaprojekte erfahren. Informationen über deutsche Moore, wie die Verteilung in den einzelnen Bundesländern könnt ihr hier nachlesen.

 

Für diejenigen, die keine Zeit finden in Ihrem Pflanzencenter nach torffreier Pflanzenerde zu suchen, kann sie  auch direkt bei Amazon bestellen. Torffreie Pflanzenerde aus Bayern, die auch beim bund.net als torffrei gelistet wurde:

 

 

Moore - mycleanlife - by Oliver Hupka
Moore - mycleanlife - by Oliver Hupka

Ich wünsche euch eine interessante Zeit mit all den möglichen Informationen!

Eure Stephanie

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Kommentare: 2
  • #1

    Treena Barrio (Freitag, 03 Februar 2017 05:47)


    Touche. Great arguments. Keep up the great work.

  • #2

    Kendal Cuthbert (Sonntag, 05 Februar 2017 23:07)


    Yes! Finally someone writes about %keyword1%.