Buchweizen

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Buchweizen ist offiziell keine Getreideart, sondern zählt zu den Knöterichgewächsen. Da es glutenfrei ist, wird es bei Zöliakie (Glutenunverträglichkeit) gern als Ersatz für übliches Mehl, wie Weizen oder Roggen verwendet. In Deutschland hat die Kartoffel den Buchweizen in abgelöst und ist kaum als einheimisches Produkt zu beziehen. In Russland dagegen zählt Buchweizen zu den Hauptnahrungsmitteln und ist auch ein Hauptanbauland. Durch seine guten Inhaltsstoffe, wie Eisen, Kalium, hochwertige Eiweiße sowie Flavonoiden, welche antioxidativ wirken und die Gefäßwände schützen, ist  Buchweizen eine sehr interessante Möglichkeit seinen Speiseplan zu erweitern. Neben dem eigentlichen Buchweizenmehl kann man die Körner sehr gut als eigenständiges Rezept, wie auch als Beilagen verwenden. Für das Grundrezept meiner Buchweizenwaffeln habe ich die Körner mit verwendet, da es eine leichte Nusskomponente mit einbringt. 

Grünkern

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Ursprünglich aus der Hungersnot geboren, hat sich der Grünkern über viele Jahre in einer Nische versteckt um uns jetzt umso mehr zu überraschen!

Grünkern entsteht aus Dinkel, wenn es vor der Reife geerntet und dann durch das sogenannte Darren (bei 120°C -180°C) getrocknet wird, wodurch es eine leicht nussige Geschmacksnote erfährt. Es ist ein sehr robustes Getreide, mehrere Ummantelungen des Korns machen es es widerstandsfähiger gegenüber Umwelteinflüssen und das bedingt weniger Bedarf an Pflanzenschutzmitteln. Zudem nimmt es weniger Schadstoffe aus der Luft auf und wir haben ein saubereres Getreide auf dem Teller. 

Auf folgenden Seiten findet ihr sehr schöne, detaillierte Erklärungen zum Grünkern, wie Nährstoffe, Bezug und einige Rezepte:

http://www.fraenkischer-gruenkern.de

http://www.gruenkern.de

Hirse

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Hirse wurde lange nicht in Deutschland angebaut und starb Anfang des 20. Jahrhunderts aus. Im Jahr 2000 wurde ein Forschungsprojekt an der Humboldt-Universität Berlin ins Leben gerufen, um das bereits im 17./18. Jahrhundert in Deutschland kultivierte Getreide wieder aufleben zu lassen. Auf Ackerflächen in Berlin- Brandenburg wurden verschiedenen Hirsesorten auf Eignung getestet und konnten nach 4 Jahren Testphase als hervorragend zu kultivierende Getreidesorte in den weiteren Anbau aufgenommen werden. Durch die guten Bedingungen hat die deutsche Hirse geringere Kochzeiten als die amerikanische oder die ungarische Hirse sowie einen milderen Geschmack. 

Generell ist die Hirse auch in Bezug auf den Mineralstoffhaushalt nicht ausser Acht zulassen. Sie enthält fast zweimal soviel Eisen wie Roggen und fast drei mal so viel wie Weizen. Zudem ist in der Hirse viel Silizium zu finden, welches wichtig für das Bindegewebe, Nägel und Haare ist. Hirse ist also ein kleiner Schönmacher. Personen, die keine Gluten vertragen, können mit der Hirse ihren Speiseplan erweitern, denn das Klebeeiweiß ist in dem Getreide nicht vorhanden. 

Wunderbarerweise wird die Hirse auf Bio-Ackerflächen im Spreewald, wie auch in der Mark Brandenburg angebaut. Auch hier können wir durch den Kauf deutscher Produkte unsere eigene ökologische Wirtschaft stärken und mit dem Transport bedingten geringeren Emissionsausstoß unseren CO2-Fussabdruck geringer halten. Mehr Informationen zu deutscher Hirse findet sich auf folgender Seite: 

http://www.hirsemuehle.de